Zecken/Zeckenabwehr

Allgemeines:

Häufig wird noch immer vermutet, Zecken leben tief im Wald und fallen von den Bäumen. Tatsächlich bewegen sich Zecken am Boden, im hohen Gras oder in Gebüsch und Unterholz. Dort kommt es zum Kontakt mit ihren bevorzugten Wirtstieren: kleine und größere Säugetiere wie z.B. Mäuse, Igel, Rehe, Vögel. Menschen und auch Haustiere streifen Zecken von Gräsern und Sträuchern ab und bringen sie damit in die Wohnbereiche.

 

Am häufigsten verbreitet sind der Gemeine Holzbock (im vollgesogenen Zustand weiß) und die Braune Hundezecke (im vollgesogenen Zustand braun). 

 

Zecken lieben es warm und feucht und auch Gärten und Spielplätze sind vor ihnen nicht sicher.

Die häufigsten Erkrankungen, die in Österreich und Deutschland von Zecken übertragen werden:

 

FSME (Früh-Sommer-Mengino-Enzephalitis), eine Virus-bedingte Hirnhautentzündung, die tödlich enden kann. Für den Menschen gibt es dagegen einen Impfstoff, unsere Haustiere können nicht an FSME erkranken.

 

Borreliose, eine von Bakterien hervorgerufene Krankheit die sehr unterschiedlich verläuft und mit einer Rötung an der Einbißstelle beginnt. Nach Wochen bis Monaten kommt es zu fiebrigen, schmerzhaften Entzündungen der Gelenke, des Herzens und des Nervensystems. Allerdings müssen die Borrelien zuerst vom Mitteldarm der Zecke zu den Speicheldrüsen wandern um übertragen werden zu können. Das dauert etwa 12 bis 24 Stunden. Wer die Zecke schnell entdeckt und entfernt kann sicher sein, keine Borreliose zu bekommen.  Hier gibt es für den Menschen keine Schutzimpfung, dafür jedoch für Hunde.

 

Babesiose ist eine lebensgefährliche Erkrankung für Hunde, bei der die roten Blutkörperchen durch einen einzelligen Blutparasit befallen und zerstört werden, beim Mensch sind die Symptome ähnlich der Malaria.

 

Ehrlichiose, ein bakterieller Blutparasit, der sich vor allem in den weißen Blutkörperchen einlagert.

Die Erkrankung kommt in erster Linie in tropischen und subtropischen Gebieten vor, insbesondere in den Mittelmeerregionen, aber auch in Afrika und Südostasien, so dass Hunde (und auch der Mensch) vor allem bei Urlaubsreisen in diese Regionen gefährdet sind. Der einzige Schutz besteht in der Zeckenabwehr.

Entwicklung:

Ein einzelnes Zeckenweibchen legt etwa 2000 bis 3000 Eier. 

Nach der Eiablage geht  das Zeckenweibchen zugrunde. Die Zecke durchlebt drei Phasen 

bis sie vollständig ausgewachsen ist. Aus dem befruchteten Ei schlüpft die Larve, die sich über die Nymphe zur erwachsenen Zecke entwickelt. Jeder Entwicklungsschritt verlangt eine Blutmahlzeit !

 

Larven:

Weniger als einen halben Millimeter groß und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Die weichhäutigen Larven befallen zum Blutsaugen vor allem kleine Säugetiere wie Mäuse. Nach dieser ersten Blutmahlzeit verlässt die Larve ihren Wirt und häutet sich während einer mehrwöchigen Reifezeit zur Nymphe.

 

Nymphen:

Sie sind etwa doppelt so groß wie Larven und verbringen einige Zeit freilebend bevor sie sich ein Opfer für die nächste Blutmahlzeit suchen (z.B. Vögel, Eichhörnchen, Füchse, Hunde, Katzen oder auch den Menschen). Anschließend folgt die zweite Häutung und die Nymphe entwickelt sich zur ausgewachsenen und geschlechtsreifen Zecke.

 

Erwachsene Zecken:

Sie unterscheiden sich in männliche und weibliche Zecken. Beide Geschlechter stechen ihren Wirt für die nötige Blutmahlzeit. 

Der gesamte Zyklus von Zecken (Ei – Larve – Nymphe – Erwachsene) dauert im Normalfall 2 bis 4 Jahre. Sind keine geeigneten Wirte vorhanden können Zecken auch lange hungern, es gibt Berichte von bis ca. 10 Jahren im Labor.

 

Ab 7° Celsius beginnen Zecken aktiv zu werden. Wann und wie viele Zecken aktiv auf Wirtssuche sind ist von vielen Faktoren abhängig. So sind neben der Anzahl der verfügbaren Wirte Temperatur und Luftfeuchtigkeit die Haupteinflußfaktoren. Diese Faktoren sind allerdings gebietsweise unterschiedlich und können eine zu erwartende Zeckenaktivität nur unter Vorbehalt treffen.

 

Zecken sind wahre Überlebenskünstler. Sie überstehen problemlos einen 40 Grad Waschgang in der Waschmaschine, atmen im Ruhezustand nur 1 – 2 x  pro Stunde und können 10 – 21 Tage im bzw. unter Wasser verbringen.

 

Jedes Entwicklungsstadium der Zecke (Ei, Larve, Nymphe, erwachsene Zecke) ist in der Lage zu überwintern, egal ob hungrig oder vollgesogen. In harten Wintern können tiefe Temperaturen Zecken aber durchaus zusetzen. Temperaturen bis –10°C werden von Zecken noch problemlos überstanden. 

Häufig wird der negative Einfluss von strengen Wintern auf Zecken also überschätzt.

 

Zum Glück lassen sich Zecken heutzutage wirksam und unkompliziert bekämpfen. Dafür wurden moderne Parasitenmittel zum 

Auftropfen – sogenannte Spot-on-Produkte – und ebenso mit abwehrendem Wirkstoff getränkte Halsbänder entwickelt. 

 

Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung und Produktinformation lesen.

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Jeweils 3 Portionstuben (3 x 8 Wochen Schutz)enthalten den repellierenden (abwehrenden) Wirkstoff Geraniol, der Zecken abschreckt bevor sie stechen können. Wird der Biss verhindert, reduziert sich das Risiko einer nachfolgenden Übertragung von Krankheitserregern für das Hauster auf ein Minimum. Wir empfehlen daher die regelmäßige Anwendung in unseren Breiten von März bis Oktober.


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